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Ein Roadtrip durch Europa: Routinen im Campervan

Vier Personen auf gerade mal sechs Quadratmetern – das ist Leben auf engstem Raum! In Teil 4 erzählt unsere Roadtrip-Familie, wie schwer es ist, Ordnung zu halten und Routine in das Leben im Campervan zu bringen.

BABYBJÖRN Magazin - Mama Juli im Campervan mit einem der Babys auf dem Schoß
Platz für alles und alles an seinem Platz – das ist wichtig, wenn das Raumangebot begrenzt ist.
Foto: Christian Göran
Was bisher geschah: Nach einer schwierigen und unsicheren Schwangerschaft wollten Juli und Christian so viel Zeit wie möglich mit ihren Supermagicalunicorntwins verbringen. Sie tauschten deshalb ihre Wohnung in Berlin gegen einen Campervan und traten eine mehrmonatige Reise an.
Ihre Fahrt begann in Deutschland und führte langsam, aber sicher durch Schweden und Norwegen. Jetzt sind sie irgendwo in Deutschland. Hier kannst du Teil 1Teil 2 und Teil 3 lesen.
Du fragst dich, warum die Kleinen Supermagicalunicorntwins heißen? Die Antwort findest du im Infokasten am Ende des Artikels.

Wie wichtig Ordnung und Routinen sind

Das Leben in einem Campervan ist am Anfang eine echte Herausforderung. Stell dir nur mal das Chaos vor, das mit einem Baby in deinem Zuhause Einzug hält. Und jetzt stell dir zwei Babys auf gerade mal sechs Quadratmetern vor, mit einer Stehhöhe von zwei Metern… Der Platz ist sehr beschränkt und man steht sich schnell im Weg.

Man vergisst, wo man das Feuerzeug hinlegen wollte, und legt es stattdessen auf den Tisch. Dazu gesellen sich schon bald verwaiste Socken, und bevor du dich versiehst, ist dein winziges Zuhause ein einziges Chaos.

Der Platz ist sehr beschränkt und man steht sich schnell im Weg.

Es war deshalb eine große Herausforderung, Routinen für unseren Alltag im Campervan zu entwickeln. Aber letzten Endes haben wir es geschafft. Schnuller, Taschenlampen, Stifte, Kaffeebecher usw. haben ihren festen Platz bekommen.

Sobald wir genau wussten, was wie und in welcher Reihenfolge gemacht werden muss, damit wir uns nicht in die Quere kommen, lief alles wie am Schnürchen.

BABYBJÖRN Magazin – Eines der Zwillingsmädchen im Campervan
Wir lassen sie gerne auf und um uns herum krabbeln und sie lieben das.
Foto: Christian Göran

Machen wir uns nichts vor – wenn wir in unserer Wohnung geblieben wären, wäre das Leben nicht minder herausfordernd gewesen. Das Leben ist mit nur einem Baby sicherlich genauso anstrengend wie für Eltern von Zwillingen.

Aber wenn wir fertig sind, brauchen wir nur die Tür aufzumachen und können mit den Babys spazieren gehen. Wir haben die Freiheit, überall hinzugehen, und wir vier sind uns unglaublich nah. Wir lassen sie gerne auf und um uns herum krabbeln und sie lieben das.

Man muss sich treiben lassen und flexibel sein.

Unsere Tagesabläufe unterscheiden sich, je nachdem, ob wir an einem Ort verweilen oder weiterreisen. Wir beginnen den Tag zwischen 7 und 8 Uhr, wenn die Babys aufwachen. Wir nehmen dabei alles so, wie es kommt und passen uns an die Bedürfnisse der Babys an.

Es kann alles Mögliche passieren, so dass wir den Plan für den Tag auch schon mal von jetzt auf gleich ändern müssen. Mit jedem Entwicklungsschub der Babys müssen wir unsere Routinen optimieren, das steht fest. Wir müssen flexibel sein.

Ein typischer Tag sieht ungefähr so aus:

8.00–9.00 Uhr: Die Babys bekommen ihren Frühstücksbrei.

9.00–10.00 Uhr: Wir frühstücken.

10.30–13.00 Uhr: Wir fahren eine Runde mit dem Kinderwagen, damit die Babys ihr Morgenschläfchen machen können.

13.00–14.00 Uhr: Mittagessen für uns und die Babys.

14.00–17.00 Uhr: Alles ist möglich! Vielleicht gehen wir wandern, mit den Mädchen in der Babytrage, oder wir machen ein bisschen „Hausarbeit“, während die Babys um uns herumkrabbeln. Manchmal schnappt sich auch einer von uns den Kinderwagen und geht mit den Babys spazieren, damit der andere schlafen kann.

17.00–18.00 Uhr: Wir essen zuerst zu Abend, damit wir nicht zu viel Krach machen, wenn die Babys gegessen haben und bettfertig sind.

18.00–21.00 Uhr: Die Babys bekommen ihren Abendbrei; wir ziehen ihnen die Schlafanzüge an und bringen sie mit unseren Gute-Nacht-Ritualen für ins Bett. Das geschieht üblicherweise gegen 20 Uhr und es dauert etwa eine Stunde, bis sie eingeschlafen sind.

21.00 Uhr: Party-Time!

BABYBJÖRN Magazin – Papa Christian wartet mit den Zwillingen im Campervan.
Wenn wir Einkäufe machen, bleibt einer von uns mit den Zwillingen im Campervan.
Foto: Christian Göran

Ein typischer Reisetag sieht in etwa so aus

Reisetage sind auch Tage, an denen wir einkaufen gehen und andere Besorgungen machen. Manchmal fahren wir nur eine Stunde, manchmal länger. Wenn wir anhalten, um unsere Einkäufe zu erledigen, bleibt einer von uns mit den Babys im Campervan, die dann herumkrabbeln und spielen können, während der andere die Besorgungen macht.

8.00–9.00 Uhr: Die Babys bekommen ihren Frühstücksbrei.

9.00–10.00 Uhr: Wir frühstücken.

10.00–10.30 Uhr: Wir bereiten den Campervan vor, verstauen alles, bauen die Kindersitze wieder ein usw. Wir versuchen loszufahren, bevor die Babys ein Nickerchen machen, damit sie während der Fahrt schlafen.

12.30–14.00 Uhr: Mittagessen und Spielen.

17.00 Uhr: Bis dahin sollten wir einen Platz zum Übernachten gefunden haben. So haben wir jede Menge Zeit für unsere abendlichen Routinen und zum Entspannen.

xoxo
Verpasst nicht den nächsten Teil über gutes Essen auf Reisen – mit Tipps und Rezepten!
 
Foto: Christian Göran

Folge den Supermagicalunicorntwins auf Instagram

Folge Juli und Christian und ihren Zwillingstöchtern Lovisa und Matilda auf ihrer Reise: @supermagicalunicorntwins und @christiangoran

Warum „Supermagicalunicorntwins“?

Juli und Christian erklären:

„Früh in der Schwangerschaft, in der zwölften Woche, erhielten wir von unserem Arzt eine erschreckende Diagnose. Unsere Zwillinge litten am Feto-fetalen Transfusionssyndrom (FFTS). Kurz gesagt bedeutet das, dass das Blut aus der Plazenta nicht gleichmäßig zwischen den Zwillingen verteilt wird. Je nach Verlauf des FFTS während der Schwangerschaft besteht die Gefahr, dass die Babys im Uterus sterben oder mit einem hohen Risiko von Schädigungen des Fötus überleben.

In der 18. Woche folgte der nächste Schock. Eines der Babys hatte eine Zyste in der Lunge entwickelt, die zudem das Herz bedenklich nach links drückte. Während der Schwangerschaft mussten wir jede Woche ins Krankenhaus, um sowohl das FFTS als auch die Entwicklung der Lungenzyste überwachen zu lassen. Das war eine intensive Zeit voller Ängste und Sorgen, doch wir haben immer versucht, optimistisch zu bleiben und uns nicht von neativen Gefühlen überrollen zu lassen.

Glücklicherweise bekamen wir während dieser Zeit viel Unterstützung  von Familie und Freunden. Eine enge Freundin sagte uns, sie sei davon überzeugt, dass unsere Babys „Super Magical Unicorn Twins“ seien, und fing an darüber zu singen. Wir haben sehr gelacht. Das war ein sehr befreiender, wohltuender Moment, den wir nie vergessen haben.

Ihr kleines Lied hat uns durch die restliche Schwangerschaft begleitet und sehr geholfen, positiv zu bleiben und fest daran zu glauben, dass am Ende alles gut werden würde. Und so war es dann auch.

Deshalb nennen wir unsere Töchter die Supermagicalunicorntwins oder Smuts. Sie sind in der Tat unsere Super Magical Unicorn Twins.“