Weißt du genug über den Nacken und Kopf deines Neugeborenen?

Stell dir vor, dein Kopf würde ein Drittel deines gesamten Körpergewichts ausmachen! So ist das für Neugeborene. Ein Neugeborenes ist nicht stark genug, um seinen Kopf selbst aufrecht zu halten, sondern sein Nacken braucht in den ersten fünf Monaten eine stabile Stütze.

BABYBJÖRN Magazin – Neugeborene stärken ihren Nacken.
 
Foto: BabyBjörn

Junge Eltern stellen immer wieder Fragen nach dem Nacken von Neugeborenen. Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang oft verwendet wird, ist „Tummy Time“ – sein Baby auf den Bauch zu legen, wenn es wach ist, damit es die wichtige Nacken- und Halsmuskulatur trainiert.

Ein bewährter Rat lautet: „Auf dem Bauch spielen, auf dem Rücken schlafen.“ Und es reicht aus, wenn das Baby einige kürzere Augenblicke pro Tag auf dem Bauch liegt.

„Ein Neugeborenes versucht bereits beim ersten Mal, wenn es nach der Entbindung auf dem Bauch der Mutter liegt, seinen schweren Kopf zu heben“, sagt Camilla von Lörinszky von der schwedischen Barnsjukgymnasten-Klinik.

Ein Neugeborenes versucht gleich nach der Entbindung, seinen Kopf zu heben.

Da Babys gerne ihre Umgebung beobachten, sind Mobiles mit klaren Formen für sie bestens geeignet. Aber Gesichter sind für sie am interessantesten.

Auf dem Bauch zu liegen, ist auch eine Art Spiel für Babys, das zudem gut für ihre motorische Entwicklung ist. Mache es dir zur Gewohnheit, dein Kind im wachen Zustand mehrmals am Tag auf den Bauch zu legen, während du in seiner unmittelbaren Nähe bleibst.

Training für den Nacken des Neugeborenen

„Für das Kind ist es sehr gut, wenn es im wachen Zustand auf dem Bauch liegt“, sagt Camilla von Lörinszky. „So wird die Nackenmuskulatur auf natürliche Weise gestärkt und die Motorik kann sich entwickeln.“

Es ist ihr wichtig, dass Eltern die Fähigkeiten ihres Kindes nicht „trainieren“, sondern dass sie mit ihrem Baby einfach auf eine Weise spielen, dass die Muskulatur gestärkt wird.

Selbst wenn das Kind in einer Babytrage getragen wird, kann sich der Nacken entwickeln, da das Kind ab und zu versucht, nach oben zu schauen, um das Gesicht von Mama oder Papa zu sehen.

Text: Anna-Maria Stawreberg