Was du nach der Geburt VERMEIDEN solltest

Junge Mütter bekommen nach der Geburt haufenweise Ratschläge. Doch geht es nicht immer nur darum, was man tun sollte, sondern auch darum, was man NICHT tun sollte. Liz Rodriguez, Mutter von zwei Kindern, verrät 5 Kniffe, die helfen, die ersten Wochen nach der Geburt zu überstehen.

Du hast gerade ein Baby bekommen und brauchst jetzt einige Ratschläge – für dein eigenes Wohl. Die Sorge um sich selbst ist nicht nur ein Hype unter Millennials, sondern ein bahnbrechender Akt, der sich am besten in Jogginghosen mit entspanntem Humor vollziehen lässt.

Die Freude, die einem allerorten für das Baby entgegengebracht wird, ist das eine. Doch ebenso verspürt man eine neue Last der Verantwortung, die man bislang nicht kannte. Doch das ist alles zu schaffen. Ich verrate euch, wie. Lacht. Über. Euch.

Ernsthaft! Euer Humor (und eure Kollektion an Stretchhosen) ist wahrscheinlich die wichtigste Unterstützung, um diese wirklich harten, aber zugleich wundervollen ersten Wochen nach der Geburt zu überstehen. Und um euch auf ein Leben mit einem kleinen Wesen vorzubereiten, das von nun an immer einen eigenen Kopf haben wird.

5 Kniffe dafür, was du nach der Geburt vermeiden solltest

So viel darüber, was du tun solltest. Jetzt kommen meine besten Tipps für die Dinge, die du nach der Geburt nicht tun solltest. Ohne zu viel zu verraten: Auch hierbei sollte der Humor nicht zu kurz kommen.

1. Richte die Kamera auch mal auf dich selbst

Unter den Milliarden Schnappschüssen und Videos von meinem Kind, die den Speicher meines Smartphones verstopfen, liebe ich besonders ein Bekenntnisvideo von mir und meinem Mann, das ich 24 Stunden nach der Rückkehr nach Hause mit unserer Erstgeborenen aufgenommen habe. Es ist urkomisch. Es wurde im Bett ohne Filter aufgenommen, in einem unverzeihlichen Winkel von unten nach oben, der einem ein mehrfaches Doppelkinn verleiht. Wir sehen völlig überwältigt und erledigt aus – aber auch auf berührende Weise vereint.

Wenn es also darum geht, was man nach der Geburt vermeiden sollte, dann sollte man nicht vergessen, die Kamera auch mal auf sich selbst zu richten. Denn auch wenn es aussieht, als würde gerade alles zusammenstürzen, so ist es auch die Zeit, in der man sich gerade in das neue Wesen verliebt. Das sollte man einfangen!

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Wenn du es endlich verstanden hast, dass du deinen Beckenboden für selbstverständlich gehalten hast…

2. Halte dir nicht ständig deine „Fehler“ vor

Das Konzept einer „perfekten Mutter“ existiert bei einem Neugeborenen nicht. Es braucht das leibliche Wohl, das du ihm bieten kannst, und alle Liebe, die du zu geben hast. Wenn es also etwas gibt, was du nach der Geburt vermeiden solltest, dann dir ständig deine „Fehler“ vorzuhalten.

Erspare dir die Liste an Dinge, die du hättest wissen oder besser machen können. Versuche stattdessen, dich so wenig wie möglich mit anderen jungen Müttern zu vergleichen. Weil du für dein kleines Baby bis auf Weiteres sowieso immer DIE BESTE MUTTER VON ALLEN bleiben wirst.

3. Nicht vereinsamen

Die Tage nach der Geburt sind lang. Sehr, sehr lang und sehr, sehr anstrengend. Nur zu verständlich, dass du versuchen wirst, so schnell wie möglich Routinen in den Alltag einzuführen und deine Mutterschaft in den Griff zu bekommen. Doch bleibe dabei aufmerksam, denn eines der wichtigsten Dinge, die man nach der Geburt vermeiden sollte, ist zu vereinsamen. Lass ein wenig Spielraum für Freundinnen und Verwandte, die dich bei diesem neuen Abenteuer begleiten.

Lass dir von ihnen Kaffee und andere Getränke vorbeibringen. Lade sie zu McDonald‘s ein – oder krame dein bestes Porzellan hervor! Verabrede dich zu morgendlichen Power-Walks am Wochenende. Und tausche Klatsch und Tratsch aus, während sie dir helfen, die endlosen Wäscheberge zusammenzufalten. Sie möchten für dich da sein – also lass sie für dich da sein. Je langweiliger und praktischer die Betätigung, desto besser. Ja, tägliche Routinen sind wichtig, aber ebenso wichtig sind die Leute, die eines Tages zur Welt deines Kindes gehören.

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Ein wenig Eigenliebe hilft weiter, wenn du von der Verantwortung für ein Neugeborenes aufgefressen wirst.

4. Vergiss nicht den Sex

Irgendwann, wenn du gerade wieder einmal eine deiner vielen alltäglichen Pflichten von der To-do-Liste abgehakt hast, wirst du merken, dass es schon sehr lange her ist, seit du das letzte Mal deinem Partner körperlich nah warst. Wetten, dass du dir (und deinem Liebsten) schon einmal versprochen hast, dass ihr bald zum gewohnten Sexleben zurückkehren werdet – aber noch nicht jetzt. Das ist ganz normal. Das Gefühl, dass dein Sexualtrieb gerade ins Stocken geraten ist, ist weiter verbreitet als du vielleicht meinst.

Such dir langsam durch kurze Momente der Zärtlichkeit den Weg zurück zu einer körperlichen Beziehung. Wie wäre es mit einem Kuss am Morgen oder mit Händchen halten, wenn ihr mit dem Baby unterwegs seid, mit Kuscheln vorm Fernseher oder einfach einer spontanen Umarmung. Diese kleinen Augenblicke helfen euch, eure emotionale Bindung zu stärken und (irgendwann) auch eure sexuelle Bindung wieder zu reaktivieren. Kurz und gut: Nach der Geburt solltest du vermeiden, deine Lust am Sex zu verlieren.

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5. Schäme dich für nichts

Erinnerst du dich noch daran, dass ich den Tipp gegeben habe, über sich selbst zu lachen? Mein letzter Tipp dafür, was man nach der Geburt vermeiden sollte, ist: Schäme dich für nichts. Das ist wichtig, wenn du einmal feststellen solltest, dass ganze Haarbündel aus deiner einstmals stolzen Mähne fallen, wenn du es endlich verstanden hast, dass du deinen Beckenboden bei jedem Husten und Niesen für selbstverständlich gehalten hast, oder wenn alle Dinge in deinem Kleiderschrank entweder nur vor oder während der Schwangerschaft gepasst haben.

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Jetzt gerade bist du ein Durcheinander auf zwei Beinen, was dir auch jedes blank geputzte Schaufenster und jeder Spiegel bei Karstadt bestätigt. Doch das ist in Ordnung, weil es nicht für immer so sein wird. Und auch wenn du diese Person, die du jetzt geworden bist, kaum wiedererkennen kannst, so entwickelst du dich doch gerade zu einem völlig neuen Ich. Es braucht seine Zeit – und jede Menge Beckenbodentraining –, doch der Aufwand lohnt sich.

Während wir darauf warten, dass sich die Gesellschaft noch besser darauf einstellt, um die emotionalen, körperlichen und finanziellen Anforderungen der Elternschaft zu unterstützen, müssen wir als junge Mütter eben selbst daran denken, uns die wohlverdienten Pausen zu gönnen. Lass die Wäsche einfach einen Tag länger ungebügelt! Bereite Frühstückskost zum Abendessen zu! Brauche einfach 20 Minuten länger, um deine Haare zu pflegen!

Das sind alles keine revolutionären Akte, doch ein wenig Eigenliebe hilft weiter, wenn du von der Verantwortung für ein Neugeborenes aufgefressen wirst. Was mich an eines der wichtigsten Dinge erinnert, die du nach der Geburt auf jeden Fall vermeiden solltest: perfekt zu sein.

Liz Rodriguez ist eine PR- und Marketingtexterin aus Jersey City im US-Bundesstaat New Jersey, wo sie zusammen mit ihrem Mann – einem Feuerwehrmann –, ihrer Tochter im Kleinkindalter und ihrem neugeborenen Sohn lebt. Sie lieben es, am Wochenende morgens faul zu sein, und sie mögen Reiseziele, bei denen Sand, Surfing, Sonne und Zimmerservice im Spiel sind.