Tipps für eine ruhige Schwangerschaft

Nicolas Schwangerschaftstipps werden dich wahrscheinlich nicht davon abhalten, dir immer neue, teilweise beunruhigende Informationen für Schwangere aus den Tiefen des Internets zu holen. Aber sie hat es selbst durchgemacht und kann dir mit ein paar guten Ratschlägen helfen, die Zeit der Schwangerschaft so ruhig wie möglich zu erleben.

BABYBJÖRN Magazin – Schwangerschaftstipps von der Bloggerin und Mutter Nicola, die hier mit ihrem neugeborenen Baby kuschelt.
Einige Leute wollten unbedingt das Datum in ihren Kalender eintragen. Also dachte ich mir einen Geburtstermin aus, der acht Tage nach dem errechneten Datum lag.
Foto: Nicola Friend

Nicolas 6 Tipps für eine ruhige Schwangerschaft

  1. Bereite dich früh vor
  2. Rede nicht über deinen Geburtstermin
  3. Sortiere deinen Kleiderschrank
  4. Wähle noch keinen Babynamen
  5. Bereite deinen Partner vor
  6. Mache es dir nicht zu bequem

1. Bereite dich früh vor

Wenn du alles vorbereitet hast, hast du viel mehr Ruhe. Ich meine damit nicht, gleich nach dem Schwangerschaftstest schon die Babywiege zu kaufen, aber im letzten Drittel der Schwangerschaft solltest du das Gefühl haben, dass alles gut vorbereitet ist. Als ich in der 38. Schwangerschaftswoche war, war unser Kinderautositz noch nicht da. Meine rationale Gehirnhälfte sagte: „Kein Problem, falls das Kind früher kommen sollte, bestellen wir einfach einen im Internet.“ Und natürlich hatte sie recht.

Das Problem ist nur, dass die irrationale Gehirnhälfte in den letzten Wochen der Schwangerschaft immer lauter wird. Nachdem der Kindersitz endlich da war, war ich ruhig, auch wenn sich schließlich herausstellte, dass es noch weitere sechs Wochen dauern sollte, bis jemand überhaupt darin saß.

Mehr lesen: 10 Gründe, warum ich meinen Babybauch vermisse

2. Rede nicht über deinen Geburtstermin

Da es mein erstes Kind war, hatte ich das Gefühl, es würde den angenehmen Aufenthalt in meiner Gebärmutter etwas länger als geplant genießen wollen. Der Geburtstermin ist letztendlich nur eine – wenn auch auf Erfahrungswerten basierende – Vermutung der Ärzte. Ich wusste, dass jede Menge wohlmeinender Leute mich mit ihren Fragen zum Geburtstermin stressen würden, und hielt mich daher mit dieser Info zurück. Für einige war das völlig in Ordnung, während andere unbedingt das Datum in ihren Kalender eintragen wollten (warum nur, um Gottes Willen?). Also dachte ich mir einen Termin aus, der acht Tage nach dem errechneten Datum lag.

Schlussendlich wurde meine Tochter 16 Tage nach dem vorausgesagten Geburtstermin geboren und ich musste mich mit ungeduldigen Gratulanten herumschlagen. Das nächste Mal werde ich ihnen einen Termin nennen, der einen ganzen Monat später liegt (ich hoffe, sie werden das hier niemals lesen!).

Stressige Abende bei dem Versuch, uns auf einen Babynamen zu einigen.

3. Sortiere deinen Kleiderschrank

Nichts bereitet einem mehr Stress, als kurz vor dem Verlassen des Hauses fast jedes Kleidungsstück im Kleiderschrank anprobieren zu müssen, bevor man etwas findet, in das der Babybauch noch hineinpasst. Sobald etwas nicht mehr passte, d. h. ich es nicht mehr über meinen Babybauch bekam, habe ich es daher immer auf die eine Seite des Kleiderschranks gehängt.

Mit wachsendem Bauch wurden die Kleidungsstücke auf der anderen Seite immer weniger und ich weiß jetzt, warum die Leute eine Grundgarderobe empfehlen. Das Anziehen wird viel einfacher, wenn man keine so große Auswahl hat.

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BABYBJÖRN Magazin – Bloggerin und Mutter Nicola Friend, schwanger mit ihrem ersten Kind.
Ich meine nicht, dass man gleich nach dem Schwangerschaftstest schon die Babywiege kaufen sollte, aber im letzten Drittel der Schwangerschaft will man das Gefühl haben, vorbereitet zu sein.
Foto: Nicola Friend

4. Wähle noch keinen Babynamen

Oder wähle irgendeinen, aber setze dich nicht unter Druck, dem Baby schon im Mutterleib einen Namen geben zu müssen. Ich habe schon mit meinem Mann Babynamen diskutiert, noch bevor ich unser Kind im Bauch spüren konnte. Wir verbrachten einige stressige Abende bei dem Versuch, uns auf einen Babynamen zu einigen, und beschlossen dann, erst wieder darüber nachzudenken, wenn das Kind auf der Welt ist. Das hat sehr viel Druck von uns genommen.

In Deutschland hat man nach der Geburt eine Woche Zeit, um das Kind beim Standesamt anzumelden. Und im Übrigen ist es dem Baby egal, ob es in den ersten Tagen Spatzi, Puschel oder Süße genannt wird. Wir haben unserer Tochter erst am allerletzten Tag ihren Namen gegeben und sie hat es uns nicht übelgenommen.

Hier sind alle Artikel von Nicola

5. Bereite deinen Partner vor

Eine Schwangerschaft ist ebenso fantastisch wie von hormonellen Veränderungen geprägt. Wie der Partner mit den Stimmungsschwankungen zurechtkommt, spielt eine große Rolle für eine glückliche Schwangere.

Ich habe meinem Mann ein Buch über Schwangerschaftstipps für den Partner gekauft und ihn auch zum Geburtsvorbereitungskurs mitgenommen. Dadurch waren meine emotionalen Hochs und Tiefs kein großer Schock für ihn und er wusste, dass es keinen Zweck hatte, mit mir zu diskutieren. Und als bei mir der Nestbautrieb einsetzte, holte er geduldig sein Werkzeug hervor.

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6. Mache es dir nicht zu bequem

Entschuldigung, hast du es dir gerade gemütlich gemacht? Hole lieber deine Yogamatte heraus. Bevor ich schwanger wurde, habe ich kaum Yoga gemacht, aber in der 14. Schwangerschaftswoche begann ich dann mit Schwangerenyoga und habe nicht eine Stunde versäumt. Es ist sanft, hält die Schmerzen unter Kontrolle und auch die Schwangerschaftstipps der anderen Teilnehmerinnen haben mir geholfen, mir weniger Sorgen zu machen. Ich bin sicher, es hat mir auch zu einem besseren Schlaf verholfen.

Das Schlafen, während ein Mensch in einem wächst, ist schon eine beachtliche Leistung. Ich habe sogar meine Yogamatte mit ins Krankenhaus genommen und die Yogamusik während der Wehen gespielt, denn ich habe mich dadurch ruhig und entspannt gefühlt.

Wenn gar nichts mehr hilft, erinnere dich daran, dass in dir ein neuer Mensch wächst, und das ist schon ziemlich fantastisch. Und was auch immer passiert, setze dich nicht unter Druck.

BABYBJÖRN Magazin – Portrait von Nicola Friend, Art Director, Bloggerin und Mutter.
 
Foto: Nicola Friend

Nicola Friend

Ich bin 31 Jahre alt, Art Director, Schriftstellerin und Fotografin. Ich bin auch frischgebackene Mutter eines kleinen Mädchens, das im Dezember 2016 geboren wurde. Seit zehn Jahren arbeite ich im Verlagswesen. Ich arbeite beim Gurgle Magazine, wo ich Art Director bin und das Design für die Druck- und Web-Ausgabe sowie Fotostorys erstelle, und bin gegenwärtig im Mutterschaftsurlaub.

Ich lebe in der Nähe von London in einem „Haus mit Renovierungsbedarf“. Wir versuchen, mit der Renovierung fertig zu sein, wenn unser Baby anfängt zu laufen.