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Ein zweites Kind bekommen – der „Zwei-unter-zwei-Klub“

Ist dein zweites Kind unterwegs? Victoria hat es erlebt. „Als vollwertige Mitglieder des Zwei-unter-zwei-Klubs werden wir häufig gefragt, wie es mit zwei Babys läuft und wie wir es schaffen. Wir antworten immer: Es ist toll, aber es erfordert sehr viel mehr Organisation als mit nur einem Kind.“

BABYBJÖRN Magazin – Wie es ist, ein zweites Kind zu bekommen, wenn das erste noch sehr klein ist.
Es kommt immer wieder vor, dass beide Kinder gleichzeitig etwas von einem wollen, und dann muss man entscheiden, wer als Erster dran ist. Das macht dich nicht zu einer Rabenmutter oder zu einem schlechten Vater.
Foto: Johnér

Unser zweites Kind, unsere Tochter, wurde geboren, als unser Sohn gerade mal 15 Monate alt war. Wir mussten also Strategien entwickeln, um die Schwangerschaft und die ersten Monate leichter zu machen. Viele davon sind sehr simpel, aber absolut unverzichtbar.

Ich weiß, dass unsere Tipps eigentlich auf der Hand liegen, aber das gilt wohl für die meisten guten Tipps. Sie bedeuten, dass Begriffe wie „kaum zu schaffen“ oder „alle Hände voll zu tun“ nicht unbedingt zutreffen müssen.

Überlebenstipps für junge Eltern (die keine Tipps mehr hören können)

Versteht mich nicht falsch – es gibt Tage, an denen es wirklich hart ist, aber die gibt es auch mit nur einem Kind. Und sie werden durch die Tage aufgewogen, an denen du spürst, wie sich zwischen deinen beiden Kindern diese so wertvolle, echte Bindung entwickelt.

Unsere wertvollen sieben Tipps

1. Richte einen Spielbereich ein. Mit deinem Neugeborenen zu kuscheln, ist etwas so unglaublich Besonderes und es gibt keinen Grund, warum du das nicht auch mit deinem zweiten Kind machen solltest. Richte einen Spielbereich für dein Kleinkind mit einem bequemen Stuhl und allem Nötigen ein, so dass du Zeit mit beiden Kindern verbringen kannst.

Lass dein Kleinkind beim Windelwechseln als „Feuchttuchaufseher“ mitmachen.

Mach das noch während der Schwangerschaft, damit sich möglichst wenig verändert, wenn dein zweites Kind da ist. Mit beiden Kindern zu Hause merke ich immer wieder, wie wichtig es war, dass wir vorgeplant haben.

2. Schwangerschaftsfreundliche Umgebung. Wenn dein Erstgeborenes noch krabbelt, während du wieder schwanger bist, ist es für den Körper anstrengend, das Kind zu tragen, aber es lässt sich kaum vermeiden.

Kaufe im Internet ein, lade andere zum Spielen nach Hause ein, nimm an Spielgruppen mit deinen Freunden teil und lass deinen Mann oder Freund den Kinderwagen ins Auto tragen, wenn du mal wegfahren musst. Wenn du einen Spielbereich im Hinblick auf das zweite Kind einrichtest, wähle einen Ort, der auch gut geeignet ist, wenn du schwanger bist.

Es kommt immer wieder vor, dass beide Kinder gleichzeitig etwas von einem wollen, und dann muss man entscheiden, wer als Erster dran ist. Das macht dich nicht zu einer Rabenmutter oder zu einem schlechten Vater.
Wir gaben unserem älteren Kind Zeit, seine neue Schwester kennenzulernen, und zeigten ihm, wie er vorsichtig mit ihr umgehen kann, erklärt Victoria.
Foto: Johnér

3. Beteilige dein erstes Kind. Fördere den Aufbau einer Beziehung zwischen deinem ersten und zweiten Kind. Ich habe so viel darüber gelesen, und obwohl unser Kind noch zu klein ist, um die Tipps alle zu verstehen, war es eine sehr gute Sache, dass wir es von Anfang an vielen Dingen beteiligt haben.

Wir gaben ihm Zeit, seine neue Schwester kennenzulernen, und zeigten ihm, wie er vorsichtig mit ihr umgehen kann. Wir ließen ihn beim Windelwechseln als „Feuchttuchaufseher“ mitmachen. Wir gaben ihnen gleichzeitig Abendessen und machten daraus eine besondere Zeit für die ganze Familie. Und wir gestalteten den Spielbereich so, dass er sich daran gewöhnen konnte, dass sie in seiner Nähe war.

Ich bin das jüngste von 5 Kindern und meine Mama gewöhnte uns früh an das Geräusch des Staubsaugers.

4. Schlafen trotz aller Geräusche. Gewöhne dein Neugeborenes an die täglichen Geräusche zu Hause. Ich bin das jüngste von 5 Kindern und meine Mama gewöhnte uns früh an die Geräusche des Staubsaugers und der Waschmaschine. Und wir wandten dieselbe Vorgehensweise bei unserem lauten Kleinkind an: Unser Baby schlief im Spielzimmer, in der Küche, überall wo wir waren, seit sie geboren wurde, und sie kann inzwischen überall schlafen. Ich weiß, dass sich dies irgendwann verändert, aber es hat uns durch die ersten sechs Monate geholfen.

5. Unverzichtbare Dinge. Normale Verrichtungen im Haushalt oder ganz einfach das Zähneputzen können zu einer Herausforderung werden, aber sie sind nicht unmöglich. Wir haben Türschutzgitter an den Türen zum Kinderzimmer, zur Küche und zum Badezimmer angebracht, haben zwei Babyphone und verwenden unsere Babywippe, um unsere Kleine im Blick zu behalten, wenn wir duschen. Das verschafft uns ein beruhigendes Gefühl, was unbezahlbar ist.

6. Im Voraus planen und packen. Wenn du einmal verreisen möchtest, gehe am Abend zuvor im Kopf durch, was du alles brauchst, damit du nichts vergisst. Ich weiß, dass dies eigentlich selbstverständlich ist, doch wenn am Morgen alles durcheinander geht, ist es schwer, die nötige Zeit dafür zu finden. Unsere beiden Kleinen haben jeder einen Essensbehälter, teilen sich aber eine Wickeltasche, so dass wir schnell finden können, was wir brauchen, ohne Dinge doppelt mitnehmen zu müssen.

7. Ruhe bewahren und nachdenken. Eine Freundin sagte mir einmal, wie ruhig ich bleiben würde, wenn ich bei meinen Kindern das „kontrollierte Weinenlassen“ anwende, doch Tatsache ist, dass das nicht stimmt. Mit einem zweiten Kind kommt es immer wieder vor, dass beide gleichzeitig etwas von einem wollen, und dann muss man kurz nachdenken und entscheiden, wer als Erster dran ist. Das macht dich nicht zu einer Rabenmutter oder zu einem schlechten Vater.

BABYBJÖRN Magazin – Victoria vom Blog „That’s my baby“ mit ihren beiden Kindern.

Victoria

Ich bin Englischlehrerin und habe schon immer gerne geschrieben. Mit meinem Blog habe ich angefangen, als ich mit unserem ersten Kind im siebten Monat schwanger war. Es wurde ein Sohn, der einen Monat zu früh als unerwartetes Weihnachtsgeschenk geboren wurde. 15 Monate später bekamen wir eine Tochter, so dass wir jetzt auch zu den Eltern mit „zwei unter zwei“ gehören. Dazu kommt noch ein sehr lebhafter junger Hund. Unser Leben ist auf keinen Fall langweilig. Aber ich glaube, so fühlen wir uns am wohlsten.

Blog thatsmybabyblog.co.uk