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Zweites Kind – wenn aus drei vier werden

Das zweite Kind stellt alles auf den Kopf. Das Familienleben wird ein Chaos. Es gab viele Warnungen aus dem Bekanntenkreis, doch Vater-Blogger Pierre Bel findet, dass die Befürchtungen übertrieben waren. 

BABYBJÖRN Magazin – Die Schwestern Luna und Maëlie sitzen zusammen im Gras mit dem Rücken zur Kamera.
Das zweite Kind zu bekommen hat den Alltag der Familie eigentlich nicht sehr verändert. Alle mussten sich etwas anpassen und ein neues Gleichgewicht finden.
Foto: monpapa.fr

Vor einem Jahr wurde Maëlie geboren, und plötzlich waren wir in unserer Familie zu viert. Jetzt ist ein idealer Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen. Maëlies Ankunft hat unseren Alltag nicht grundsätzlich verändert, anders als es uns viele Bekannte vorausgesagt hatten: „Die Ankunft des zweiten Kindes stellt alles auf den Kopf!“, „Ihr werdet eure Grundsätze überdenken und euch von ihnen verabschieden müssen!“ Ja, wir mussten uns alle anpassen und ein neues Gleichgewicht finden, aber eine vierköpfige Familie zu werden, ist am Ende auch keine Revolution.

So kannst du dich auf das zweite Kind vorbereiten

Ich genieße es, noch einmal Vater zu werden und die vielen Anfänge mitzuerleben: das erste Lächeln, das erste Sich-Hochziehen, die ersten Schritte… Jedes Kind ist anders und deshalb erleben wir es als Eltern auch jedes Mal anders. Und ohne blasiert wirken zu wollen kann ich ehrlich sagen, dass es für mich jedes Mal magisch ist.

Das zweite Kind ist dasselbe mit weniger Zeit

Ein zweites Kind zu haben ist gleichbedeutend damit, weniger Zeit „für uns“ zu haben. Und ja, mit zwei kleinen Kinder können wir es vergessen, uns auf dem Sofa zu räkeln, lange zu schlafen oder in Ruhe eine TV-Serie zu verfolgen. Doch wir haben uns so entschieden. Und bekanntlich rast die Zeit dahin und schon in wenigen Jahren werden sie uns nicht mehr so sehr brauchen wie jetzt. Und dann bin ich es, der sie morgens um sechs aus dem Bett zieht: „Aufwachen – Zeit, aufzustehen!“ Oder vielleicht machen sogar irgendwann einmal sie an einem Sonntagmorgen Frühstück für uns. Ich darf doch noch träumen, oder?

Ein Vater von drei Kindern darüber, wie sich das Leben mit jedem Kind mehr verändert

Mit zwei kleinen Kindern können wir es vergessen, uns auf dem Sofa zu räkeln, lange zu schlafen oder in Ruhe eine TV-Serie zu verfolgen.

Neben der Zeit, die wir als Familie gemeinsam verbringen, versuche ich, mich jeder meiner Töchter einzeln zu widmen. Vor drei Monaten entschied Luna, dass sie jetzt gern Fahrrad ohne Stützräder fahren möchte. Das wurde eine Woche lang unsere große Aufgabe und unsere gemeinsame Zeit, nur für uns beide. Ich verbringe gern Zeit mit Luna, in der wir Dinge tun, die ihre kleine Schwester noch nicht kann: zum Beispiel Schlittschuhlaufen oder ein Gemüsebeet anlegen.

Dasselbe gilt für Maëlie. Ich mag es, Zeit mit ihr so zu verbringen, als wären wir zusammen in einer Blase: eine Geschichte vorlesen, sie kitzeln, Kinderlieder vorsingen. Diese Augenblicke zu zweit sind so kostbar.

Wir versuchen, als Familie zu denken, und organisieren unser Leben entsprechend.

Wir versuchen, als Familie zu denken, und organisieren unser Leben entsprechend. Dazu gehört, dass wir uns an Maëlies Schlafpausen am Morgen und am Nachmittag anpassen, um ihre physiologischen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Dies macht uns alle wiederum ruhiger. Nichts ist stressiger, als mit einem quengeligen und müden Baby unterwegs zu sein! Deshalb denken wir voraus, bereiten uns vor und organisieren alles so, dass wir nicht überfordert werden.

Mit dem Geschwisterchen ist die große Schwester reifer geworden

BABYBJÖRN Magazin – Cartoon über die große Schwester Luna, die verspricht, den Kinderwagen mit ihrer kleinen Schwester ruhig zu schieben.
Luna verspricht, den Wagen mit ihrer neugeborenen Schwester ganz vorsichtig zu schieben. Doch der Spaß darf auch nicht zu kurz kommen!
Foto: monpapa.fr

Eine kleine Schwester zu haben hat Luna reifer gemacht. Als Ältere fühlt sie sich verantwortlich. Früher richtete sich natürlich unsere gesamte Aufmerksamkeit auf sie, und die ist jetzt natürlich geteilt. Manchmal ist etwas Eifersucht zu spüren, doch dank unserer Erklärungen und sanften Worte kann ich für den jetzigen Moment sagen, dass die Mädchen gut miteinander auskommen.

Und Maëlie scheint alles faszinierend zu finden, was mit ihrer großen Schwester zu tun hat: ihr Zimmer, ihre Spielsachen, alles, was außerhalb ihrer Reichweite ist, ist natürlich viel attraktiver. Sie fangen aber an, Spaß miteinander zu haben und zusammen zu spielen – wie wunderbar ist es, sie zusammen lachen zu hören!

Die Zeit vergeht und ich genieße immer noch jeden Augenblick. Ich stelle mir manchmal vor, wie es in einigen Jahren sein wird, und ich träume von Fernreisen und Familienausflügen. Doch ich habe es damit nicht eilig – es ist wichtig, dass sie in ihrem eigenen Tempo aufwachsen. Derweil gefällt es mir sehr gut, Vater von zwei kleinen Mädchen unter fünf zu sein.

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BABYBJÖRN Magazin – Papa-Blogger Pierre Bel zeichnet zusammen mit seiner Tochter.
 
Foto: monpapa.fr

Pierre Bel

Wohnort: St. Céré, auf dem Land, in Frankreich
Tätigkeit: Betreibt den Blog monpapa.fr über das Leben und seine kleine Familie
Familie: Verheiratet, zwei kleine Mädchen, Luna und Maëlie