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Elternzeit in Brasilien

Während ihrer Elternzeit fuhr Carina mit ihrer Familie nach Brasilien. Angesichts der Einfachheit des Lebens bei den Verwandten in Brasilien drosselten sie selbst das Tempo in ihrem Leben. Sie erlebten einen abenteuerlichen Roadtrip zwischen São Paulo und Rio de Janeiro und jede Menge Spaß am Strand.

BABYBJÖRN Magazin – In ihrer Elternzeit fuhr Carina nach Brasilien, der fünfjährige Sohn am Strand.
 
Foto: privat

Erst Nigeria, dann Brasilien

Zwei Faktoren waren ausschlaggebend dafür, dass Carina und ihr Mann Ike die Reise mit ihren Kindern nach Brasilien unternehmen konnten. Wie für die meisten waren die Finanzen eine entscheidende Frage.

„Wir hatten bereits zum Jahreswechsel 2015/16 eine Fernreise unternommen. Damals besuchten wir die Familie von Ike in Nigeria für sechs Wochen. Jetzt mussten wir die Sache so planen, dass das Geld auch für eine ebenso lange Reise nach Brasilien reicht.“

Zwei Faktoren waren ausschlaggebend dafür, dass die Familie reisen konnte.

Die Brasilien-Reise kam etwas ungeplant, weil in der Wohnung der Familie in Sollentuna bei Stockholm die Rohre ausgetauscht werden sollten. Weil Tochter Zoe erst wenige Monate alt war, wollten sie während der Arbeiten die Wohnung verlassen. Daraus wurden sieben Wochen in Brasilien! Carina erzählt von einem Rohraustausch, der sich in eine abenteuerliche Reise verwandelte.

„Die Monate vor der Abreise wohnten wir in einem angemieteten Reihenhaus in Sollentuna. Obwohl das finanziell schwierig war, konnten wir uns von dem Rohraustausch fernhalten und eine weitere Fernreise unternehmen. Diesmal besuchten wir meine Verwandten in Brasilien.“

Brasilianischer Roadtrip

„Außerdem mussten wir vor der Reise herausfinden, wo wir in Brasilien wohnen können.“

„Ich habe sehr viele Tanten und Onkel in Brasilien, die ich früher besucht habe. Doch mit Ike und meinen Kindern war ich noch nicht dort gewesen.“

Das Wohnen erwies sich als problemlos. Carinas Onkel und Tanten öffneten ihre Häuser und die Familie verbrachte die Zeit zwischen São Paulo und Bertioga, einer Stadt an der Küste außerhalb von São Paulo.

„Wir mieteten ein Auto und fuhren viel durch das Land. Von São Paulo zu meinen Onkeln in Minas Gerais, dann nach Rio de Janeiro und längs der Küste über Paraty zurück nach São Paulo. Eine fantastische, aber intensive Rundfahrt über zwei Wochen.“

BABYBJÖRN Elternmagazin – Carina in der Elternzeit mit der Familie in Brasilien.
Die Sozialpädagogin Carina Svensson Ohajekwe mit Zoe, 9 Monate, und ihrem Mann Ike. Auch der fünf Jahre alte Sohn Caleb war bei der Brasilien-Reise dabei.
Foto: privat

Test für Mehrgenerationswohnen

Die Einfachheit des Lebens bei den Verwandten trug dazu bei, ein ganz anderes Tempo einzuschlagen. Das Leben der Familie in Sollentuna ist normalerweise vollgepackt mit Terminen. Carina hebt andere Erlebnisse hervor, die sie und die Kinder auf der Reise hatten.

„Der größte Unterschied war das gemeinsame Familienleben. In meiner Familie in Brasilien leben alle drei Generationen zusammen unter einem Dach. Da sind meine Tanten und Onkel, meine Cousins und Cousinen und deren Ehepartner und Kinder. Und seit wir wieder zurück sind, spricht mein Sohn oft vom Strand – er sehnt sich dorthin zurück.“

Mein Sohn spricht oft vom Strand – er sehnt sich dorthin zurück.

Und niemand, den sie trafen, konnte verstehen, dass Carina und Ike so lange zu Hause bleiben können mit ihren Kindern, und das auch noch bezahlt.

„Eine Cousine in Brasilien fragte mich vor kurzem, ob ich wieder zu arbeiten begonnen habe. Ich bin ungeheuer dankbar für die Möglichkeit, so lange mit den Kindern zu Hause bleiben zu können. Das wird deutlich, wenn ich es mit den Cousinen in Brasilien oder Ikes Geschwistern in Nigeria vergleiche. In Brasilien und Nigeria hängt die Elternzeit davon ab, ob man bei einem öffentlichen oder einem privaten Arbeitgeber beschäftigt ist. Laut Gesetz gilt eine Elternzeit von vier bis sechs Monaten. In Nigeria kann man sich aber nicht darauf verlassen, die Lohnfortzahlung bleibt manchmal aus.“

Wenn Carina erzählt, wie sie versuchte, die heimischen Routinen unterwegs aufrechtzuerhalten, muss sie lachen.

„Das funktionierte überhaupt nicht. Anderen gelingt das bestimmt besser als uns. Für uns war es eine Herausforderung, zu den Routinen zurückzukehren, nachdem wir wieder zu Hause waren. Es dauerte zwei Wochen, bis wir das Gefühl bekamen, wieder gelandet zu sein.“

 

6 Dinge, die ich während meiner Elternzeit in Brasilien machen konnte

  1. Brasilianischen Kaffee, frischgebackenes Brot und frisches Obst zum Frühstück genießen.
  2. Strandspaziergänge, Fußball und ein Bad in der Abenddämmerung. Ein Hit, wenn man kleine Kinder hat und die stärkste Hitze vermeiden möchte.
  3. So viele Obstsäfte und Smoothies wie möglich trinken – gern am Strand mit frittiertem Maniok dazu.
  4. Gegrillter Fisch im Restaurant mit Blick aufs Meer. Überhaupt Gegrilltes in Brasilien! Es gibt ein wunderbares Restaurant in Jabaquara, Paraty.
  5. Die fantastische Natur mit den Hügeln und Bergen von Rio und Minas genießen. Einfach göttlich. Auch bei einfachen Spaziergängen kommt man zu Wasserfällen und kann darin baden.
  6. Im tropischen Regen baden, oder warum nicht in den Pfützen spielen, die sich dabei bilden? Das perfekte Spiel, wenn sich die Sonne wieder blicken lässt.

Fakten über die Sozialversicherungen

Bei Auslandsaufenthalten kannst du das Kindergeld bis zu 6 Monate weiter beziehen. Wird der Auslandsaufenthalt länger als 6 Monate lang dauern, entfällt das Bezugsrecht für Kindergeld aus Schweden bereits bei der Ausreise. Ausnahme gibt es unter anderem für Studierende. Quelle: Schwedische Sozialversicherung (Försäkringskassan)