Auf geht’s! Ein Roadtrip durch Europa

Juli und Christian haben ihre gemütliche Wohnung gegen einen Campervan getauscht und zusammen mit ihren 6 Monate alten Zwillingen eine lange Reise angetreten. Begleite die deutsch-schwedische Familie auf ihrer Reise – eine Reise, die liebevoll an den Bedürfnissen der Babys orientiert ist und das Leben in der Natur in den Mittelpunkt stellt. Dies ist Teil 1.

BABYBJÖRN Magazin – Die Familie ist unterwegs auf einer langen Reise mit dem Campervan und einem Zelt.
Der Campervan ist für viele Monate ihr Zuhause. „Klar, es ist klein, aber unser Wohnzimmer ist die weite Natur.“
Foto: Christian Göran
Das ist die kleine Reisegesellschaft: Mama Juli, Papa Christian und ihre Supermagicalunicorntwins. Sie haben ihre Reise in Deutschland begonnen, dann ging es nordwärts durch Schweden und jetzt sind sie in Norwegen. Das Abenteuer geht nächste Woche weiter – bleib also dran! Teil 2 hier lesen.
Du fragst dich, warum die Kleinen Supermagicalunicorntwins heißen? Die Antwort findest du im Infokasten am Ende des Artikels.

Hallo!

Wir sind eine schwedisch-deutsche Familie, die beschlossen hat, während der Elternzeit im Campervan auf Reisen zu gehen. Unsere Familie besteht aus Chris, Fotograf und Pilot, Juli, Psychologin, und unseren sechs Monate alten Zwillingstöchtern. Wir leben in einem Volkswagen LT31 von 1991 und dies ist unsere Geschichte.

Zeit zu viert

Nach einer komplizierten Schwangerschaft und einem schwierigen Start ins Leben für unsere Babys brauchten wir etwas Erholung. Wir wollten so viel Zeit wie möglich mit unseren Kindern verbringen und dem modernen Alltagsstress aus dem Weg gehen, indem wir in die Natur fahren und die Ruhe dort genießen.

Wir brauchten Erholung nach einer komplizierten Schwangerschaft und einem schwierigen Start ins Leben für unsere Babys.

Entgegen aller Bedenken vieler Freunde und Verwandter, beschlossen wir, auf diese lange Reise mit unseren Kindern zu gehen. Die Idee dabei war, den Stress, der durch unser modernes Leben verursacht wird, so weit wie möglich abzuschütteln und mehr Raum für gemeinsame Zeit mit unseren Kindern zu schaffen.

So haben wir in unserem Campervan beispielsweise in weniger als fünf Minuten aufgeräumt und abgewaschen. Wir haben nur dabei, was wir wirklich brauchen. Weiter nichts. Das ist wirklich ein sehr befreiendes Gefühl!

BABYBJÖRN Magazin – Mama Juli und ihre Zwillingstöchter sitzen im Campmobil.
Mama Juli und ihre Töchter Lovisa und Matilda im Campervan.
Foto: Christian Göran

Wir entschieden also, unsere Wohnung in Berlin und einen Großteil unseres Besitzes aufzugeben und während unserer Elternzeit auf eine Reise mit unseren Zwillingstöchtern Lovisa und Matilda zu gehen.

Auch ein kleines Zuhause auf Rädern fühlt sich für ein kleines Kind wie ein Schloss an.

Ein Campervan war für uns dabei die beste Möglichkeit, um mit den Kindern zu reisen: ein kleines Zuhause auf Rädern mit allem, was unsere kleine Familie braucht. Auch wenn sich unsere Umgebung immer ändern würde, so würde die Idee gleich bleiben – den Kleinen einen sicheren Hafen zu schaffen und gleichzeitig mit ihnen die Welt zu erkunden.

Wir haben auf diese Weise zwar nur ein kleines  Ess- und Schlafzimmer, doch unser Wohnzimmer ist die weite Natur. Und den Kindern macht es überhaupt nichts aus. Für sie ist unser Campervan wie ein Schloss, das es zu erkunden gilt.

Eine kindgerechte Reise

Sowohl während der Vorbereitungen als auch während der Reise haben wir stets an unserem Motto „Die Bedürfnisse der Kinder gehen vor“ festgehalten. Bei der Planung und Vorbereitung hatten daher die Gesundheit und Sicherheit der Babys höchste Priorität. Wir wollten optimale Bedingungen für die Entwicklung unserer Kinder schaffen, auch wenn wir unterwegs sind.

BABYBJÖRN Magazin – Papa Christian chillt auf einem Handtuch neben seinen Zwillingstöchtern.
Die Zwillingstöchter genießen es, bei ihrem Papa Christian zu sein.

Bevor wir losfuhren, planten wir, höchstens drei Stunden pro Tag zu fahren. Nach einem Monat des Reisens wissen wir jetzt, dass drei Stunden Fahrt pro Tag nur möglich sind, wenn die Kinder beschließen zu schlafen. Optimal sind maximal zwei Stunden und Pausen zwischen den Reisetagen.

Höchstens zwei Stunden Fahrt – und nicht jeden Tag.

Mit anderen Worten: Wir reisen nicht mehr, wie wir es in unseren Zwanzigern ohne Kinder gemacht haben. Wir reisen in kleinen Babyschritten. :)

Wir möchten unsere Erfahrungen teilen und hoffentlich andere Familien inspirieren.

Verpasse daher nicht den nächsten Teil, in dem wir über unsere Reisevorbereitungen berichten.

Folge den Supermagicalunicorntwins auf Instagram

Folge Juli und Christian und ihren Zwillingstöchtern Lovisa und Matilda auf ihrer Reise: @supermagicalunicorntwins und @christiangoran

Warum „Supermagicalunicorntwins“?

Juli und Christian erklären:

„Früh in der Schwangerschaft, in der zwölften Woche, erhielten wir von unserem Arzt eine erschreckende Diagnose. Unsere Zwillinge litten am Feto-fetalen Transfusionssyndrom (FFTS). Kurz gesagt bedeutet das, dass das Blut aus der Plazenta nicht gleichmäßig zwischen den Zwillingen verteilt wird. Je nach Verlauf des FFTS während der Schwangerschaft besteht die Gefahr, dass die Babys im Uterus sterben oder mit einem hohen Risiko von Schädigungen des Fötus überleben.

In der 18. Woche folgte der nächste Schock. Eines der Babys hatte eine Zyste in der Lunge entwickelt, die zudem das Herz bedenklich nach links drückte. Während der Schwangerschaft mussten wir jede Woche ins Krankenhaus, um sowohl das FFTS als auch die Entwicklung der Lungenzyste überwachen zu lassen. Das war eine intensive Zeit voller Ängste und Sorgen, doch wir haben immer versucht, optimistisch zu bleiben und uns nicht von neativen Gefühlen überrollen zu lassen.

Glücklicherweise bekamen wir während dieser Zeit viel Unterstützung  von Familie und Freunden. Eine enge Freundin sagte uns, sie sei davon überzeugt, dass unsere Babys „Super Magical Unicorn Twins“ seien, und fing an darüber zu singen. Wir haben sehr gelacht. Das war ein sehr befreiender, wohltuender Moment, den wir nie vergessen haben.

Ihr kleines Lied hat uns durch die restliche Schwangerschaft begleitet und sehr geholfen, positiv zu bleiben und fest daran zu glauben, dass am Ende alles gut werden würde. Und so war es dann auch.

Deshalb nennen wir unsere Töchter die Supermagicalunicorntwins oder Smuts. Sie sind in der Tat unsere Super Magical Unicorn Twins.“